Gabi 2011 - die Gadderbaumer BI heißt Sie willkommen!

 

 

Nicht ganz dicht in Gadderbaum?

 

Bevor Sie ihre Abwasserleitungen auf Dichtigkeit prüfen,

prüfen Sie das ganze Verfahren auf Sinnhaftigkeit!

 

 

Das Landeswassergesetz NRW schreibt die Dichtheitsprüfung und eventuell nötige Sanierung privater Abwasseranlagen bis zum Jahr 2015 vor (§ 61a Absatz 3 LWG NRW).

 

Eigentum verpflichtet – heißt es. Und in der Tat ist es sinnvoll, schadhafte und damit umweltschädliche und für das Gemeinwesen kostenträchtige Abwasserleitungen zu sanieren. Aber wir Eigentümer haben Fragen und nach einiger Beschäftigung mit dem Thema haben wir auch viel Kritik.

Bitte informieren Sie sich unter Fragen und Kritik, was unsere Recherchen ergeben haben, oder lesen Sie das aktuelle Redemanuskript des brillianten Vortrags von Prof. Dr. Hartmut Hepcke während der Veranstaltung "Alles dicht in NRW" in Übach-Palenberg vom 10.11.2012 . Er bringt die Problematik auf den Punkt.



 

Ein wichtiges Teilziel haben wir 2011 erreicht:

Die Fristen zur Dichtheitsprüfung sind verlängert worden!

 

Diesen Erfolg können wir uns auf die Fahnen schreiben. Ohne die kritischen Fragen der Bürger und Bürgerinnen Gadderbaums, ohne unseren Protest und die dann folgende Unterstützung der Gadderbaumer Bezirksvertretung, hätte die enge Fristsetzung so manchen Hauseighentümer (und auch die Stadt) vor große Probleme gestellt.

 

Aber damit ist das Problem keineswegs vom Tisch. Nun liegt die Weichenstellung für die weitere Entwicklung bei dem neu gewählten Landtag und der Landesregierung in Düsseldorf.

 

Wir  verfolgen, was sich tut, und halten Sie auf dem laufenden!

 

 

Wir fragen schlicht: Warum?

 

Ø      Unser Trinkwasser ist sauber, und es gibt keinerlei Hinweise dafür, dass es durch undichte private Abwasserleitungen gefährdet ist.

Ø      Nach Meinung namhafter Experten werden bisher völlig dichte und intakte Kanäle erst durch die Druckprüfung zerschlagen und sanierungsbedürftig.

Ø      Geschätzt wird, dass nach den vorgeschriebenen Hochdruckprüfungen mehr als 2/3 aller Rohre sanierungsbedürftig sein werden, und dass pro Sanierung mit Kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro zu rechnen ist.

Ø      Macht es Sinn private Kanäle einer solchen Prozedur zu unterziehen, die kommunalen Kanäle aber nicht nach den selben Kritierien zu prüfen?

Ø      Unsere zuständigen Behörden sind uns bisher jede Information und vor allem nachvollziehbare Erklärung für diese unverständlichen Maßnahmen schuldig geblieben.

 

Unser Fazit:

 

Die Dichtheitsprüfung ist kein „grünes“ Projekt, das einem sinnvollen Umweltschutz dient. Eher im Gegenteil: Wenn wir zu diesem immensen Kostenaufwand gezwungen werden, wird es für viele Jahre zu einem Reformstau kommen. Alle privaten Maßnahmen zum Umweltschutz wie Dämmung, Einbau neuer Fenster und Heizungen werden nicht mehr finanzierbar sein und auf der Strecke bleiben.